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Judas

von Lot Vekemans

Seit mehr als zweitausend Jahren steht der Name Judas für Verrat. Wir wissen genau, dass Judas der Bösewicht war. Aber haben wir schon einmal darüber nachgedacht, aus welchen Gründen er diesen Verrat begangen hat? Wissen wir wirklich, ob Judas ein schlechter Mensch war?

Gut, er hat Jesus Christus für dreißig Silberlinge an die Feinde verraten. Aber warum tat er das mit einem Kuss? Die österliche Auferstehung Jesu von den Toten ist ein zentraler Baustein für das Christentum. Gerne hätte Jesus diesen Kelch an sich vorüberziehen lassen. Aber sein Schicksal war ihm von Gott bestimmt. Ohne den Verrat hätte es keine Überwindung des Todes geben können. Leicht dürfte Judas dieser schmutzige Job nicht gefallen sein, denn wir übersehen meist, dass sich der Mann in seiner Verzweiflung anschließend selbst erhängt hat. Dennoch ist sein Name in manchen Ländern bis heute per Gesetz verboten.

 

Zu all diesen Dingen hat Judas mehr als zweitausend Jahre geschwiegen. Jetzt reicht es ihm. Jetzt will er seine Sicht der Ereignisse schildern. Damit er auch ordentlich Gehör findet, hat er zu seiner Show eine Band eingeladen, die ihn musikalisch unterstützt.

 

Wer ohne Sünde ist, der darf mit Steinen werfen. Wer ein Mensch ist, der hat das Recht, sich zu seinen Verfehlungen zu äußern. Und wir sollten zuhören, um diesen Menschen besser zu verstehen, bevor wir ihn wieder aus tradierter Gewohnheit verurteilen.

 

Besetzung

Judas
gespielt von
Helmuth A. Häusler

Helmuth A. Häusler

Gesang/Cajon
gespielt von
Theresia Baumgartlinger

Theresia Baumgartlinger

Didgeridoo
gespielt von
Martin Heis

Martin Heis

Gitarre
gespielt von
Andreas Frehde

Andreas Frehde

Geige
gespielt von
Niklas Schöne

Niklas Schöne
Regie:Stefan Bric
Technik:Andreas Schwarz und Gabriel Thurnher
Rechte:Kiepenheuer

Judas von Lot Vekemans, Deutsch von Eva Pieper und Christine Bais, ist auch als eBook erschienen. Über die Website www.textbuehne.eu können Sie das Theaterstück in diversen Online-Shops bestellen.

INNSBRUCKER KELLERTHEATER
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