Geschlossene Gesellschaft
von Jean Paul Sartre
Wie ist es, wenn man als Toter endlos weiterlebt? Wie ewig kann so eine Ewigkeit sein? Und wie ist sie zu ertragen, wenn man dazu verdammt wurde, jene unendliche Zeit mit den immer gleichen Menschen in einem Raum zu verbringen? Willkommen in der Hölle von Jean Paul Sartres weltberühmtem Klassiker „Geschlossene Gesellschaft“.
Ein rätselhafter Kellner bringt eine Person nach der anderen herein. Garcin, einen Journalisten, der erschossen wurde. Inès, eine geheimnisvolle Frau, die von einer Freundin mit Gas ins Jenseits befördert wurde. Zuletzt kommt die hübsche Estelle, die an einer Lungenentzündung gestorben ist, an. Irgendwann sperrt dieser obskure Kellner den Raum ab. Er überlässt die drei ihrem Schicksal. Und egal wie oft sie klingeln - die Türen bleiben verschlossen, das Licht bleibt an. Wozu das Licht abschalten, wenn man nie wieder schlafen wird können?
Alle drei wundern sich, wo die Pfähle und die Gitterroste, auf denen sie gegrillt werden sollen, sind. Denn die Höllenqualen werden doch bestimmt bald kommen. Aber sie kommen nicht. Dafür tauchen Fragen auf. Was hat jeder von den drei Toten so Schlimmes getan, dass er deswegen in der Hölle gelandet ist? Warum sind gerade diese drei Menschen gemeinsam miteinander im tiefsten Kreis des Infernos eingesperrt? Und warum gibt es in diesem Raum keine Spiegel?
Nach Produktionen wie „Warten auf Godot“, „Die Zofen“, „Macbeth“ oder „Medea“ haben wir Klaus Rohrmoser eingeladen, für das Innsbrucker Kellertheater wieder einen Klassiker der Theaterliteratur zu inszenieren. Er hat zugesagt. Und sehr zu unserer Freude hat er sich darüber hinaus auch bereit erklärt, die Figur des obskuren Kellners selbst zu spielen. Kommen Sie zu uns und sehen Sie sich das an. Wir freuen uns auf Sie.
20:00 Uhr (Dauer ca. 1 Stunde 30)